Amor de verano

25.09.2015

 

Amor

joven amor

salvaje y procaz,

como tu era,

aquí y allí

libre y feliz

 

De ti

en mí

nada queda

más que sueños

ternura

y un poema

 

Historia

sobre aquello

que fue un día

una promesa,

bella vana,

breve cierta

 

El Matallana

Sommerliebe

24.09.2015

 

Liebe

junge Liebe

frech und wild,

wie deine Zeit,

hier und da

glücklich und frei

 

Von dir

in mir

ja nichts bleibt

als Träume

ein paar Gedichte

und Zärtlichkeit

 

Geschichte

über jenes,

das mal war

ein Versprechen,

schön vergeblich,

nur kurz wahr

 

El Matallana

Recuerdo de Maria A.

1

En aquel día en de luna azul Septiembre

Quieto bajo un joven ciruelo

Lo sostuve, al quieto pálido amor

En mi brazo como en un dulce sueño.

Y sobre nosotros en el bello veraniego cielo

Había una nube, que vi largamente

Ella era muy blanca y monstruosamente alta

Y así como la vi, no estaba nunca ahí.

 

2

Desde aquel día muchas, muchas lunas

Han flotado quietas cayendo y de paso

Los ciruelos ya fueron talados

¿Y me preguntas que fue del amor?

Así te lo digo: No puedo acordarme.

Sin embargo, seguro, sé a lo que te refieres

Pero de su rostro, ya nunca más sé

Sólo sé aún: antaño lo besé.

 

3

Y también el beso lo hubiera olvidado hace tiempo

Si la nube no estuviera ahí

De ella sé y he de saber siempre

Ella era muy blanca y venía desde arriba.

Los ciruelos quizá aún florecen

Y aquella mujer tiene tal vez ahora su séptimo hijo

Mas aquella nube floreció sólo minutos

Y así como la vi, desapareció en el viento.

 

Traducción no oficial de “Erinnerung an die Marie A.” de Bertolt Brecht (1898 – 1956)

Erinnerung an die Marie A.

1

An jenem Tag im blauen Mond September

Still unter einem jungen Pflaumenbaum

Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe

In meinem Arm wie einen holden Traum.

Und über uns im schönen Sommerhimmel

War eine Wolke, die ich lange sah

Sie war sehr weiß und ungeheuer oben

Und als ich aufsah, war sie nimmer da.

 

2

Seit jenem Tag sind viele, viele Monde

Geschwommen still hinunter und vorbei

Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen

Und fragst du mich, was mit der Liebe sei?

So sag ich dir: Ich kann mich nicht erinnern.

Und doch, gewiß, ich weiß schon, was du meinst

Doch ihr Gesicht, das weiß ich wirklich nimmer

Ich weiß nur mehr: Ich küsste es dereinst.

 

3

Und auch den Kuss, ich hätt’ ihn längst vergessen

Wenn nicht die Wolke da gewesen wär

Die weiß ich noch und werd ich immer wissen

Sie war sehr weiß und kam von oben her.

Die Pflaumenbäume blühn vielleicht noch immer

Und jene Frau hat jetzt vielleicht das siebte Kind

Doch jene Wolke blühte nur Minuten

Und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind.

 

Bertolt Brecht (1898 – 1956)

Fin del mundo

Hay un llanto en el mundo

como si el querido Dios se hubiera muerto,

y la sombra plomo que cae

pesa como sepultura.

 

Ven, escondámonos más juntos…

La vida yace en todos los corazones

como en ataúdes.

 

Tú, besémonos profundo –

llama a la puerta un anhelo por el mundo

en el que morir tendremos.

 

*Traducción no oficial de “Weltende” de Else Lasker-Schüler (1869-1945)

Weltende

Es ist ein Weinen in der Welt,

als ob der liebe Gott gestorben wär,

und der bleierne Schatten, der niederfällt,

lastet grabesschwer.

 

Komm, wir wollen uns näher verbergen…

Das Leben liegt in aller Herzen

wie in Särgen.

 

Du, wir wollen uns tief küssen –

Es pocht eine Sehnsucht an die Welt,

an der wir sterben müssen.

 

Else Lasker-Schüler (1869-1945)

Beschreibung X

“Aber weißt du was witzig ist? Ich sehe die deutsche Sprache mit anderen Augen, seitdem ich dir begegnet bin. Ich glaube ich bin bisher niemandem begegnet, der so liebevoll und neugierig und schön mit ihr umgeht.

Seitdem sehe ich sie auch viel schöner und bemerke ihre Schönheit, während ich sie gebrauche.”

Sonja – 04.09.2015

La sombra

24.08 2015

 

La sombra permanece y acontece

late como el recuerdo

de aquel beso con ternura

 

La sombra amanece y anochece

sonríe por el encuentro

llora iracunda por la huida

 

La sombra desaparece y aparece

vibra melancólica bajo el cielo

oscurece de reproche el claro día

 

La sombra embellece y envilece

cubre corazones con su velo

ahoga de nostálgica locura

 

El Matallana

Beschreibung VIII

“Was für ein wunderschönes Gedicht!

Die Bilder tragen einen Zauber in sich, so dass ich mich in jeder Strophe in einem anderen Moment, einer anderen Situation, Umgebung und Universum fühle.

Vielen Dank fürs Malen und Teilen…”

 

Sonja – 23.08.2015

https://elmatallana.com/2015/08/22/die-augen-einer-frau-in-koln/